Im Förderverein ist der MachMit-Tag nur ein Projekt von vielen

Am 27. Februar 2026 fand erneut unser MachMit-Tag statt. Ins Leben gerufen und organisiert wurde dieser Tag vom Förderverein "Gesellschaft der Freunde des Herder-Gymnasiums e.V.", kurz GFH genannt. Nach inzwischen zwei Jahren und der fünften Neuauflage darf man durchaus von einer gewachsenen Tradition sprechen. Die Idee des MachMit-Tages ist einfach: In kurzer Zeit – meist rund drei Stunden, zwei- bis dreimal im Jahr – lässt sich im Schulalltag sichtbar etwas bewegen.

Gegenstände werden repariert oder aufgebaut, Verbrauchtes wird aufgefrischt, Sträucher aus dem Winterschlaf geholt, Beete neu bepflanzt, der Hof vom letzten Herbstlaub und liegengelassenen Habseligkeiten befreit, Bäume verschnitten und vieles mehr. Natürlich könnte man sagen: Dafür ist das Schulamt zuständig. Man könnte abwarten, bis Maßnahmen greifen, Zuständigkeiten geklärt sind, Termine vergeben werden.

Doch ein Förderverein lebt von einem anderen Gedanken: Es liegt auch in unserer Hand, Dinge zu verbessern - und das nicht irgendwann, sondern jetzt.

Knapp 20 engagierte Eltern sowie Schülerinnen und Schüler – vor allem aus den Klassen 5f, 7e, 9e und 9a – haben erneut gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken. Mit bemerkenswerter Tatkraft und in guter Laune wurde miteinander etwas geschaffen, das unserer gesamten Schulgemeinschaft zugutekommt.

Solche Nachmittage stehen sinnbildlich für das, was ein Förderverein leisten kann: Gemeinsames Engagement wird in sichtbares Handeln übersetzt.

Soweit, so gut. Doch diese Gemeinschaft braucht Beteiligung.

Und hier müssen wir feststellen: Es sind zu wenige. Zwanzig Engagierte sind für eine Schule unserer Größe keine angemessene Zahl. Niemand erwartet einen Massenandrang. Aber eine Beteiligung, die der Größe und Bedeutung unserer Schule entspricht, sollte realistisch sein. Eine deutlich höhere zweistellige Zahl muss das Ziel sein.

Bald stehen wieder Wahlen im Förderverein an. Wir suchen Menschen, die bereit sind, mitzumachen. Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden – gleichzeitig wachsen die Aufgaben. Die Verwaltung von Spendengeldern wird komplexer. Die Kommunikation nimmt zu. Die Abstimmung mit den schulischen Gremien wird intensiver. Das ist ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass der Förderverein gebraucht wird und als verlässlicher Partner wahrgenommen wird. Doch diese Entwicklung bedeutet auch, dass die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt ist.

Manche Projekte sind ohne den Förderverein kaum denkbar – etwa die Einrichtung und Organisation des Bücherfonds für das Schuljahr 2026/2027. In anderen Bereichen könnten wir noch deutlich mehr bewirken, insbesondere bei der gezielten Mittelbeschaffung für einzelne Fachbereiche. Auch unsere Veranstaltungsreihe „Herder-Expertise“ könnte zusätzlichen Anschub gebrauchen.

Um die Arbeit besser zu strukturieren, haben wir Teams neu aufgestellt – für die Fan-Shop-Verwaltung, das Fördermanagement, Texte und Website, das Eventmanagement sowie den Bücherfonds. Das ist ein wichtiger Schritt. Doch Strukturen allein tragen keinen Verein. Menschen tun es.

Der Aufruf gilt daher nach wie vor: Wer Interesse hat, sich einzubringen, kann sich jederzeit melden unter: info@herder-freunde.de

Es soll keine Floskel sein: Gemeinschaft bedeutet nicht, dass immer die gleichen aktiv sind. Gemeinschaft heißt, Verantwortung zu teilen, sich zu fragen: Was kann ich beitragen? Kann ich eine einzelne Aufgabe übernehmen oder in einem bestehenden Projekt mitgestalten – und das für einen begrenzten Zeitraum oder für die nächsten Jahre.

Der MachMit-Tag hat erneut gezeigt, wie viel sich in kurzer Zeit bewegen lässt. Jetzt geht es darum, die dem Tag zugrunde liegende Idee auf die laufende Arbeit des Fördervereins zu übertragen.


Und übrigens: Der Förderverein feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Auf das es weitergeht!

Norbert Wartig (GFH)

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