Honigverkauf und erste Bienen-AG mit den Jungimker*innen

von Felix Broman

Mittwoch, der 28.04.2021, war wieder ein großer Bienen-AG-Tag: Nach dem Verkauf unseres letzten Herder-Honigs von der Honigernte des Jahres 2020, trafen sich die Jungimker*innen das erste Mal nach langer Auszeit endlich wieder auf der Bienenweide. Während das Team von Fr. Brosell-Armitage und Herrn Güterbock die letzten Gläser des imkerlichen Goldes unserer Herder-Bienen verkauften, arbeiteten langjährige und ganz neue Jungimker*innen schon an den Bienen.

So wurden bei schönstem Sonnenschein und somit ausreichend warmen Temperaturen beide Völker geöffnet und die Gesundheit der Tiere aus ihrem Aussehen und Verhalten als „fit und gesund“ abgeleitet. Im Gelben Volk wurden sogar zwei Brutwaben aus der Zarge herausgezogen und betrachtet. Dabei konnten die Imkernden vollständig verdeckelte Arbeiterinnenbrut und ein paar Drohnenbrutzellen am Rand der Rähmchen erkennen. Nicht ganz überraschend hatten die Arbeiterinnen auch schon Spielnäpfchen und eine sehr schön geformte Weiselzelle (Königinnenbrutzelle) angelegt, um sich vielleicht eine neue Königin zu ziehen. Da die derzeit aktive Königin schon vergleichsweise alt ist, überraschte uns
diese Tatsache weniger.

Es bleibt abzuwarten, ob das Volk sich wirklich eine neue Königin zieht (stille Umweiselung), oder aufgrund der am Mittwoch erfolgten Raumerweiterung durch das Aufsetzen einer Zarge (einer Etage des Bienenstocks) sein Vorhaben aufschiebt. Ein anderer Grund für das Anlegen einer Weiselzelle hätte auch die räumliche Enge im Volk sein können, die die Tiere bis Mittwoch ganz sicher wahrgenommen hatten. Dies hätte sie dazu veranlassen können, sich eine Königin zu ziehen, um sich auf das Schwärmen (Teilen des Volkes) vorzubereiten. Durch die Erweiterung um eine Zarge haben wir dies jedoch hoffentlich noch rechtzeitig erfolgreich verhindert.

Im Grünen Volk waren auch viele gesunde Tiere zu beobachten, die sich auch schon unter der Abdeckfolie neuen Wabenraum gebaut hatten. Da also auch hier die Zeichen auf „Platzmangel“ standen, erweiterten wir auch dieses Volk um eine Zarge. Leider jedoch hatten wir auf die Schnelle keine Rähmchen mit Mittelwänden mehr, weswegen die Tiere dieses
Volkes nun mit sehr viel Bautätigkeit beschäftigt sind. Wenn es das Wetter am nächsten Mittwoch zulässt, werden wir Mittelwände in die entsprechenden Rähmchen einlöten und unterstützen so die Bienen, sich neue Zellen, also neuen Brutraum, auszubauen. Dies wiederum fördert ihr Sammelverhalten, so dass sie mehr Energie in die Aufzucht ihrer Nachkommen investieren können, wodurch letztlich das Volk wächst.

Bei all den Arbeiten haben uns Lio Cheng (5f) und seine Schwester Lilian großartig unterstützt. Wir würden uns sehr freuen, die beiden interessierten Kinder auch künftig in der AG begrüßen zu dürfen! Besonders gefreut hat es uns, dass die älteren Imkernden die beiden „Neulinge“ sehr sozial und fachlich kompetent unterstützten!

 

Text: I. Claus, 02. Mai 2021

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